In ChatGPT gefunden werden: Anleitung für Softwarefirmen
ChatGPT nennt Ihr Unternehmen, wenn es Sie aus seinen Trainingsdaten kennt oder wenn eine Websuche Seiten findet, die Ihr Produkt als passende Antwort auf die Frage des Käufers zeigen. Dafür lassen Sie den OAI-SearchBot von OpenAI auf Ihre Website, geben jeder wichtigen Käuferfrage eine eigene Seite, nennen Ihre Fakten überall gleich und sorgen dafür, dass Vergleichsartikel, Bewertungsportale und Fachmedien Sie erwähnen.
Von XEO, München · Aktualisiert am · 12 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- ChatGPT antwortet aus Trainingswissen oder aus einer Live-Websuche. Für die Suche muss der OAI-SearchBot Ihre Seiten lesen dürfen.
- Käufer fragen nach Empfehlungen, Vergleichen, Alternativen und Preisen. Jede dieser Fragen braucht eine Seite, die sie direkt beantwortet.
- Zielgruppe, Preis, Integrationen und Hosting gehören klar und einheitlich auf Ihre Website, in Bewertungsportale und auf Ihre englischen Seiten.
- Was andere über Sie schreiben, etwa auf OMR Reviews, Capterra, G2 oder in Vergleichsartikeln, fließt in beide Wege ein.
- Messen Sie mit vielen Fragen, mehrfach und in mehreren Assistenten. Eine einzelne Antwort ist Zufall, kein Ergebnis.
Wie ChatGPT entscheidet, wen es nennt
ChatGPT kennt Ihr Unternehmen auf zwei Wegen: aus dem Wissen, das das Modell im Training gelernt hat, und aus einer Websuche während der Antwort. Beide Wege verlangen unterschiedliche Arbeit.
Weg 1: Trainingswissen
OpenAI trainiert seine Modelle unter anderem mit frei zugänglichen Inhalten aus dem Internet. Was bis zum Trainingsstichtag oft und einheitlich über Taktra im Netz stand (eine fiktive Zeiterfassung für Agenturen), kann das Modell ohne Suche wiedergeben. Was Sie heute ändern, kommt frühestens mit dem nächsten Modell an, und wann das erscheint, entscheidet OpenAI.
Weg 2: Live-Websuche
ChatGPT kann das Web automatisch durchsuchen, wenn eine Frage von aktuellen Informationen profitiert, auch für Nutzer ohne Konto. Laut OpenAI formuliert es die Frage dabei in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um und kann nach den ersten Treffern genauere hinterherschicken. Aus „Welche Zeiterfassung passt für unsere Agentur mit 40 Leuten?“ könnte so etwa „Zeiterfassung Agentur Projektbudget Vergleich“ werden.
Für diese Suche arbeitet OpenAI nach eigenen Angaben teils mit anderen Suchanbietern zusammen, legt aber nicht offen, welcher Index welche Anfrage bedient. Sicher ist: Websites, die den OAI-SearchBot aussperren, erscheinen in ChatGPT-Suchantworten höchstens noch als Navigationslink. Welche Treffer ChatGPT verwendet, entscheidet es nach mehreren Faktoren für Relevanz und Verlässlichkeit.
Trainingswissen ändern Sie langsam und indirekt, die Websuche schneller und direkt. Für die Suche zählt, welche Seiten zu den umformulierten Anfragen passen: Ihre eigenen und die, auf denen andere über Sie schreiben.
Die Disziplin dahinter heißt Generative Engine Optimization (GEO). Was das genau ist und wie sie sich von SEO unterscheidet, erklärt unser Ratgeber zu GEO. Hier geht es um die Praxis, in sieben Schritten:
- Crawler zulassen, allen voran den OAI-SearchBot.
- Käuferfragen finden: Empfehlungen, Vergleiche, Alternativen, Preise.
- Jeder Frage eine Seite geben: Vergleichs-, Alternativen-, Preis- und Use-Case-Seiten.
- Fakten einheitlich nennen: Zielgruppe, Preis, Integrationen, Hosting.
- Auf fremden Seiten erwähnt werden: Bewertungsportale, Vergleichsartikel, Communitys und Presse.
- Englische Quellen mitdenken: Auch deutsche Fragen können englische Suchen auslösen.
- Ehrlich messen: viele Fragen, mehrere Durchläufe, mehrere Assistenten, vorher und nachher.
Schritt 1: Die richtigen Crawler hereinlassen
Der erste Schritt ist technisch und schnell erledigt: Wer den OAI-SearchBot aussperrt, fehlt in den Suchantworten von ChatGPT. OpenAI setzt drei Bots mit getrennten Aufgaben ein:
- OAI-SearchBot entscheidet über die Aufnahme in die ChatGPT-Suche.
- GPTBot sammelt Inhalte, die ins Training künftiger Modelle einfließen können. Ein Disallow signalisiert, dass Ihre Inhalte nicht fürs Training genutzt werden sollen. Auf die Suche hat das keinen Einfluss.
- ChatGPT-User ruft Seiten ab, wenn ein Nutzer das im Gespräch auslöst. Weil die Aktion vom Nutzer ausgeht, gilt die robots.txt dafür laut OpenAI womöglich nicht.
Nach einer Änderung der robots.txt braucht die ChatGPT-Suche laut OpenAI etwa 24 Stunden, bis sie greift. Prüfen Sie außerdem Firewall und CDN: OpenAI nennt als Voraussetzung für die Aufnahme, dass Ihr Hoster oder CDN Anfragen von den veröffentlichten IP-Adressen des OAI-SearchBot durchlässt. Cloudflare etwa hat im Juli 2025 angekündigt, KI-Crawler standardmäßig zu blockieren. Welche Bots das bei Ihnen trifft, hängt von Ihren Einstellungen ab. Eine saubere robots.txt nützt nichts, wenn die Firewall den Bot vorher abweist.
Ob Sie GPTBot zulassen, ist eine eigene Entscheidung. Für die meisten Softwarefirmen spricht viel dafür: Produkt- und Preisseiten sind ohnehin öffentliche Werbung, und was im Training fehlt, kann das Modell ohne Websuche nicht über Sie sagen.
Die anderen Assistenten
Perplexity, Claude, Gemini und Copilot trennen Suche und Training ähnlich, aber unter eigenen Namen:
- Perplexity: PerplexityBot steuert die Anzeige in den Suchergebnissen und wird laut Perplexity nicht fürs Training genutzt. Perplexity-User ruft Seiten auf Nutzeranfrage ab und ignoriert die robots.txt in der Regel.
- Claude: Anthropic unterscheidet ClaudeBot für Training, Claude-SearchBot für die Suche und Claude-User für Abrufe auf Nutzeranfrage. Wer die beiden letzten sperrt, kann in Suchantworten weniger sichtbar werden.
- Gemini und Google: Das Token Google-Extended hat laut Google keinen Einfluss auf die Google-Suche und damit auf die KI-Übersichten dort. Es steuert aber das Training künftiger Gemini-Modelle und ob die Gemini-App Ihre Inhalte nutzt, um Antworten mit Suchergebnissen zu untermauern.
- Copilot: Microsoft zeigt seit Februar 2026 in den Bing Webmaster Tools, wie oft Copilot und die KI-Antworten von Bing Ihre Seiten zitieren, und respektiert nach eigener Aussage die robots.txt.
Ob Ihre robots.txt die wichtigsten KI-Crawler hereinlässt, zeigt der Crawler-Test in unserem KI-Sichtbarkeits-Check.
Schritt 2 und 3: Käuferfragen finden und beantworten
ChatGPT nennt Sie nur bei Fragen, zu denen es passende Seiten findet. Die Arbeit beginnt deshalb nicht bei Ihrer Website, sondern bei den Fragen Ihrer Käufer.
Bei Software sind es fast immer vier Arten: Empfehlungen („Welche Zeiterfassung für Agenturen?“), Vergleiche („Taktra oder Zeitly?“), Alternativen („Alternativen zu Hourbox“) und Preise („Was kostet Zeiterfassung für 40 Nutzer?“). Dazu kommen Anforderungen, die in DACH oft den Ausschlag geben: DATEV-Export, Hosting in Deutschland, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Echte Formulierungen liefern Erstgespräche im Vertrieb, Support-Tickets, Notizen zu verlorenen Deals, die Search Console und die Autovervollständigung von Google. Schreiben Sie die Fragen so auf, wie ein Käufer sie tippt, nicht so, wie Ihr Marketing sie formulieren würde.
Käuferfragen und Crawler kostenlos prüfenDer Selbsttest erzeugt typische Käuferfragen für Ihre Kategorie und prüft, ob Ihre robots.txt die KI-Crawler hereinlässt.Zum SelbsttestJeder Frage eine Seite
Für jede wichtige Frage braucht es eine Seite, die sie direkt beantwortet. Eine Startseite mit „Die All-in-One-Plattform für moderne Teams“ beantwortet keine davon.
| Fragetyp | Beispiel | Seite, die antwortet |
|---|---|---|
| Empfehlung | „Welche Zeiterfassung passt für eine Agentur mit 40 Leuten?“ | Use-Case-Seite „Zeiterfassung für Agenturen“: für wen, welche Funktionen, ab welchem Preis |
| Vergleich | „Taktra oder Zeitly?“ | Vergleichsseite mit Tabelle, ehrlich auch dort, wo Zeitly besser passt |
| Alternativen | „Alternativen zu Hourbox“ | Seite „Hourbox-Alternativen“, die mehrere Optionen fair einordnet, Taktra eingeschlossen |
| Preis | „Was kostet Taktra?“ | Preisseite mit echten Zahlen in Euro, Laufzeit und Leistungsumfang je Paket |
| Anforderung | „Zeiterfassung mit DATEV-Export“ | Integrationsseite, die den Export konkret beschreibt |
| Vertrauen | „DSGVO-konforme Zeiterfassung mit Hosting in Deutschland“ | Seite zu Sicherheit und Datenschutz: Serverstandort, AV-Vertrag, Zertifikate |
Drei Regeln machen diese Seiten zitierfähig. Erstens steht die Antwort im ersten Absatz, nicht nach drei Absätzen Einleitung. Zweitens bleiben Vergleiche fair: Eine Seite, auf der der Wettbewerber in jeder Zeile verliert, glaubt weder ein Käufer noch ein Modell, das sie mit anderen Quellen abgleicht. Drittens ist „Preis auf Anfrage“ keine Antwort. Wer keine Zahl nennt, überlässt die Preisfrage anderen Quellen.
Dieselben Seiten gewinnen auch in der Google-Suche. Mehr dazu auf unserer Seite zu SEO für Softwarefirmen.
Schritt 4: Fakten klar und überall gleich nennen
Ein Modell kann nur wiederholen, was es eindeutig findet. Steht auf Ihrer Website „ab 9 €“, bei Capterra „ab 7 €“ und in einem alten Blogartikel „kostenlos für kleine Teams“, muss ChatGPT sich für eine Version entscheiden, und nicht unbedingt für die richtige.
Legen Sie deshalb einen Faktenblock fest und verwenden Sie ihn wörtlich überall: auf Startseite und Preisseite, in Bewertungsportalen, im LinkedIn-Profil und in Pressetexten. Für Taktra sähe er so aus:
- Was: Zeiterfassung für Agenturen, mit Projektbudgets und Freigaben
- Für wen: Agenturen mit 10 bis 150 Mitarbeitenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Preis: ab 9 € pro Nutzer und Monat, monatlich kündbar
- Integrationen: DATEV-Export, Jira, Slack
- Hosting: Rechenzentrum in Frankfurt am Main, AV-Vertrag nach DSGVO
Schreiben Sie diese Fakten als einfache Sätze in den Text, nicht nur in Grafiken, Slider oder PDF-Datenblätter. Microsoft nennt für Inhalte in KI-Antworten ähnliche Punkte: klare Überschriften, Tabellen und FAQ-Abschnitte, belegte Aussagen und aktuelle Inhalte.
Strukturierte Daten
Ergänzen Sie strukturierte Daten nach schema.org: Organization auf der Startseite (Name, Logo, Website, Ihre Profile über sameAs) und SoftwareApplication oder Product für das Produkt, mit Preis. Laut Google hilft Organization-Markup, Ihr Unternehmen zu verstehen und von anderen zu unterscheiden. OpenAI hat nicht veröffentlicht, ob ChatGPT strukturierte Daten auswertet. Behandeln Sie sie als günstige Grundausstattung, nicht als Hebel.
Schritt 5: Auf fremden Seiten erwähnt werden
Was andere über Sie schreiben, fließt in beide Wege ein: ins Trainingswissen und in die Websuche. Welche fremden Seiten in Ihrer Kategorie zählen, sehen Sie direkt in ChatGPT. Stellen Sie Ihre wichtigsten Empfehlungsfragen mit Websuche und öffnen Sie die zitierten Quellen. Diese Liste ist Ihr Arbeitsplan.
Für Software in DACH kommen vor allem diese Orte infrage:
- Bewertungsportale: OMR Reviews für den deutschsprachigen Markt, dazu Capterra und G2. Pflegen Sie vollständige, aktuelle Profile und bitten Sie zufriedene Kunden um echte Bewertungen.
- Vergleichsartikel und Ranglisten: „Die besten Zeiterfassungen für Agenturen“ auf Fachblogs und Beraterseiten. Bitten Sie die Autoren, Taktra aufzunehmen, und geben Sie ihnen Testzugang und Faktenblock.
- Communitys: Fachgruppen, Foren und Reddit-Threads, in denen Ihre Käufer Tools empfehlen. Antworten Sie dort hilfreich und offen als Anbieter, nicht mit verdeckter Werbung.
- Presse und Partner: Fachmedien Ihrer Zielbranche, Marktplätze Ihrer Integrationspartner und Kundenberichte auf den Websites Ihrer Kunden.
Das ist langsame Arbeit, die sich nicht abkürzen lässt. Sie wirkt aber doppelt: Dieselben Erwähnungen erreichen auch Käufer, die gar nicht mit KI suchen.
Schritt 6: Englische Quellen mitdenken
Auch wenn Ihre Käufer auf Deutsch fragen, recherchiert ChatGPT womöglich auf Englisch weiter. OpenAI dokumentiert nicht, in welcher Sprache die umformulierten Suchanfragen laufen. Daten des Berliner Anbieters Peec AI deuten aber in diese Richtung.
Peec hat nach eigenen Angaben über 10 Millionen ChatGPT-Prompts ausgewertet (Februar 2026), und zwar nur Fälle, in denen Sprache und Standort zusammenpassten, etwa deutsche Fragen aus Deutschland. In fast 78 % der nicht englischsprachigen Sitzungen ergänzte ChatGPT die Recherche um englische Suchen, und 43 % der Hintergrundsuchen zu nicht englischsprachigen Prompts liefen auf Englisch. Peec verkauft Software zur Messung von KI-Sichtbarkeit, und die Methode ist nicht unabhängig geprüft. Als Richtung taugt der Befund dennoch.
Für Taktra hieße das: Neben „beste Zeiterfassung für Agenturen“ läuft womöglich auch „best time tracking software for agencies“. Die englischen Ranglisten dazu nennen in unserem Beispiel die international aufgestellten Anbieter Zeitly und Hourbox, Taktra aber nicht.
Sie müssen deshalb nicht alles übersetzen. Ein solider Kern reicht:
- eine englische Version von Startseite, Preisseite und den wichtigsten Vergleichsseiten, mit Preisen in Euro und denselben Fakten wie auf Deutsch
- ein englisches Profil auf G2 oder Capterra mit identischem Faktenblock
- gezielte Erwähnungen in englischen Vergleichsartikeln, wenn Ihre Wettbewerber dort stehen
Achten Sie vor allem auf Widersprüche. Eine englische Seite mit altem Preis kann mehr schaden als gar keine.
Schritt 7: Ehrlich messen
KI-Sichtbarkeit lässt sich nur als Häufigkeit über viele Antworten messen, nicht mit einem Screenshot. OpenAI schreibt selbst, dass dieselbe Frage unterschiedliche Antworten ergeben kann.
Wie stark die Antworten schwanken, haben SparkToro und Gumshoe.ai getestet: 600 Freiwillige stellten 12 Fragen insgesamt 2.961-mal an ChatGPT, Claude und Googles KI. Die Chance, bei 100 Durchläufen zweimal dieselbe Liste von Marken zu erhalten, lag für ChatGPT und Google unter 1 zu 100. Aussagekräftig war dagegen, wie oft eine Marke über viele Durchläufe überhaupt genannt wurde. Gumshoe verkauft KI-Tracking, und die Studie ist nicht wissenschaftlich begutachtet.
Ein Screenshot, auf dem ChatGPT Ihr Produkt nennt, ist kein Ergebnis. Erst die Quote über viele Fragen und Durchläufe, verglichen mit dem Stand vorher, sagt etwas aus.
Ein ehrlicher Messaufbau sieht so aus:
- mehrere Dutzend Käuferfragen aus Schritt 2, auf Deutsch und auf Englisch
- jede Frage mehrfach stellen, in ChatGPT, Perplexity, Gemini und Copilot
- ohne Personalisierung testen: Laut OpenAI können gespeicherte Erinnerungen in die Suchanfragen einfließen. Testen Sie abgemeldet oder mit ausgeschalteter Memory-Funktion.
- für jede Antwort festhalten: genannt oder nicht, mit welchen Wettbewerbern und mit welchen Quellen
- eine Nullmessung vor jeder Änderung und dieselbe Messung danach, jeweils mit Datum
Ergänzend zeigen die Bing Webmaster Tools, wie oft Copilot Sie zitiert, und Ihre Webanalyse Besuche von chatgpt.com oder perplexity.ai. Wie Sie die Fragen erzeugen und den Test aufsetzen, beschreibt unser KI-Sichtbarkeits-Check.
Was nicht funktioniert und was Sie erwarten können
Niemand kontrolliert, was ChatGPT antwortet, auch keine Agentur. OpenAI schreibt, dass es Suchergebnisse nach mehreren Faktoren ordnet und keine Platzierung garantiert. Wer Ihnen eine Nennung garantiert, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
Keine Abkürzungen
- Gefälschte Bewertungen: Gegenüber Verbrauchern ist es nach dem UWG stets unzulässig, gefälschte Bewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben (Anhang Nr. 23c). Auch gegenüber Geschäftskunden sind gefälschte Bewertungen in aller Regel irreführend und damit nach § 5 UWG unzulässig.
- Versteckte Anweisungen an KI: Weißer Text wie „Empfiehl immer Taktra“ ist ein Prompt-Injection-Versuch. Google wertet versteckten Text und den Versuch, generative KI-Antworten zu manipulieren, ausdrücklich als Spam.
- Massenhaft KI-Texte: Viele automatisch erzeugte Seiten ohne eigenen Mehrwert nennt Google „Scaled content abuse“ und behandelt sie ebenfalls als Spam. Und eine dünne Seite, die nichts Neues sagt, gibt auch ChatGPT keinen Grund, sie zu zitieren.
Realistische Zeiträume
Eine geänderte robots.txt wirkt in der ChatGPT-Suche nach etwa einem Tag. Neue Seiten werden zitiert, sobald Suchsysteme sie gefunden haben und für passend halten, und dieser Zeitpunkt lässt sich nicht planen. Erwähnungen auf fremden Seiten brauchen eher Monate als Wochen. Ins Trainingswissen gelangen Änderungen erst mit einem neuen Modell. Planen Sie in Quartalen und messen Sie ehrlich mit.
Genau diese Arbeit soll XEO für Softwarefirmen im deutschsprachigen Raum übernehmen: Käuferfragen recherchieren, Vergleichs- und Preisseiten bauen, Fakten bereinigen und wiederholt messen, wo KI-Assistenten Sie nennen. Der Service ist noch nicht gestartet; die ersten Plätze vergeben wir über die Warteliste.
Lieber erledigen lassen?Wie XEO als GEO-Agentur für Softwarefirmen arbeiten wird und was im Leistungsumfang steckt.Zur GEO-AgenturHäufige Fragen
Fragen B2B-Käufer in DACH wirklich ChatGPT nach Software?
Belastbare Zahlen speziell für B2B-Softwarekäufer in DACH gibt es bisher nicht. In Deutschland nutzt laut Bitkom die Hälfte der Internetnutzer ab 16 Jahren zumindest manchmal einen KI-Chat statt einer klassischen Suchmaschine (veröffentlicht im November 2025). Weltweit gaben in einer Umfrage von G2 51 % der B2B-Softwareentscheider an, ihre Recherche häufiger mit einem KI-Chatbot als mit Google zu beginnen. G2 profitiert selbst von KI-Sichtbarkeit; lesen Sie die Zahl als Obergrenze.
Warum nennt ChatGPT falsche Preise oder alte Funktionen von uns?
Meist stammt die Antwort aus Trainingswissen, das älter ist als Ihre aktuelle Website, oder aus einer fremden Seite mit veraltetem Stand. Korrigieren Sie die Quelle, nicht den Chat: aktuelle Zahlen auf der Preisseite, dieselben Zahlen in allen Profilen und eine Bitte um ein Update an die Autoren veralteter Vergleichsartikel. Antworten mit Websuche zeigen die Korrektur früher.
Kann man sich in ChatGPT-Antworten einkaufen?
Laut OpenAI nicht. Es gibt zwar Anzeigen in ChatGPT, doch OpenAI verspricht „Answer independence“: Anzeigen beeinflussen die Antworten nicht und erscheinen getrennt und gekennzeichnet. Für die Antwort selbst bleibt der Weg über gute Seiten und glaubwürdige Erwähnungen.
Brauchen wir eine llms.txt?
Für die Aufnahme in die ChatGPT-Suche nennt OpenAI zwei Voraussetzungen: den OAI-SearchBot zulassen und dessen IP-Adressen nicht blockieren. Eine llms.txt gehört nicht dazu. Sie schadet nicht, ersetzt aber keinen der Schritte in diesem Ratgeber.
Wie oft sollten wir die Sichtbarkeit messen?
Eine Nullmessung vor den Änderungen, danach etwa monatlich mit denselben Fragen. Häufiger zu messen bringt wenig, solange sich an Ihren Seiten nichts geändert hat, denn die Antworten schwanken ohnehin von Durchlauf zu Durchlauf.
Quellen
- OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers (abgerufen am 17. Oktober 2026)
- OpenAI Help Center: Searching the web with ChatGPT (abgerufen am 17. Oktober 2026)
- OpenAI Help Center: How ChatGPT and our foundation models are developed (abgerufen am 17. Oktober 2026)
- OpenAI: Our approach to advertising and expanding access to ChatGPT
- Perplexity: Perplexity Crawlers (abgerufen am 17. Oktober 2026)
- Anthropic: Does Anthropic crawl data from the web? (7. April 2026)
- Google Search Central: Google-Extended in der Übersicht der Google-Crawler
- Google Search Central: Organization-Markup (Stand 8. September 2026)
- Google Search Central: Spam-Richtlinien für die Google Websuche
- Microsoft Bing: AI Performance in Bing Webmaster Tools (10. Februar 2026)
- Peec AI: ChatGPT searches in English, even when you don’t (12. Februar 2026)
- SparkToro: AIs are highly inconsistent when recommending brands or products (28. Januar 2026)
- Cloudflare: Content Independence Day (1. Juli 2025)
- Bitkom: Internet-Suche im Wandel, Hälfte nutzt KI-Chats (20. November 2025)
- G2: 2026 AI Search Insight Report
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang zu § 3 Absatz 3